{"id":277,"date":"2020-11-16T17:20:21","date_gmt":"2020-11-16T17:20:21","guid":{"rendered":"http:\/\/wc-test.waldmann.solutions\/?page_id=277"},"modified":"2026-04-08T16:05:18","modified_gmt":"2026-04-08T16:05:18","slug":"100-jahre-100-werke","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wc-test.waldmann.solutions\/?page_id=277","title":{"rendered":"Biografie"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Karl Friedrich Waldmann <\/strong>  <a href=\"https:\/\/wc-test.waldmann.solutions\/?page_id=608\" data-type=\"page\" data-id=\"608\">Fotograf und Kameramann <\/a>   18. Dezember 1920 &#8211; 18. M\u00e4rz 1987<\/p>\n\n\n\n<p>Geboren ist Karl Friedrich Waldmann in Dittershausen, einem kleinen Ort an der Fulda s\u00fcdlich von Kassel im sch\u00f6nen Nordhessen (jetzt Fuldabr\u00fcck).<br>In den 20er Jahren wurde das d\u00f6rfliche Leben von Landwirtschaft, Handwerk und von der Arbeit in den Industriebetrieben im nahegelegenen Kassel bestimmt. Auch die Eisenbahn, die Main-Weser-Bahn, schaffte hier Arbeitspl\u00e4tze. <\/p>\n\n\n\n<p>Schon fr\u00fch interessiert sich der 10-j\u00e4hrige Karl Friedrich f\u00fcr die Fotografie. Er kauft sich bei Foto-Scheyhing in Kassel eine Agfa-Box &#8211; auf Raten.<\/p>\n\n\n\n<p>Er fotografiert seine Schwester Martha, seine Cousinen und seinen Bruder Fritz. Es gibt nicht viele Fotos aus der Zeit vor dem Krieg: Alle seine Negative nimmt der kleine Fotograf und Elektrotechniker als 18-J\u00e4hriger mit nach Berlin. Er m\u00f6chte zum Film.  Regisseure, wie Veit Harlan, Karl Ritter und m\u00f6glicherweise Veit Harlan faszinieren ihn.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es kommt anders. Karl Friedrich Waldmann geht freiwillig zum Milit\u00e4r und landet bei der Luftwaffe. Dort kann er filmen: er ist Zeitzeuge des f\u00fcrchterlichen Russlandfeldzuges und schickt w\u00f6chentlich Kriegsszenen und Zerst\u00f6rungen russischer St\u00e4dte, wie Minsk aus der Luft. Der Krieg erreicht sp\u00e4ter auch Deutschland und in Berlin werden alle seine Negative zerst\u00f6rt. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Krieg arbeitet er als Fernmeldetechniker, gr\u00fcndet eine Familie und hat mit seiner Ehefrau Hildegard zwei Kinder: Gabriele und Herbert.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Wunsch, als Kameramann zu arbeiten, verfolgt er weiter. <br>Zun\u00e4chst macht er sich als Fotograf f\u00fcr Presse, Sport und mit Luftbildfotografie selbst\u00e4ndig. <br>Kontakte zu ehemaligen Kameraden, denen der Sprung in das Filmgesch\u00e4ft gelingen, reichen nicht aus. Kameramann beim neuen deutschen Film wird er nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>In 1963 schafft er es doch: Karl Friedrich Waldmann wird erster fest angestellter Kameramann des Hessischen Rundfunks in Kassel. Hier gibt es eine Rundfunkstation, aber Fernsehen wird in Frankfurt produziert. Das produzierte Material wird t\u00e4glich per Bahn oder PKW nach Frankfurt geschafft und dort verarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>1972 wird das HR-Fernseh-Studio in Kassel fertiggestellt, und es werden Berichte aus Nordhessen f\u00fcr die Hessenschau erstellt. Aber es dauert nicht lange und Kurt Morneweg, der erste Leiter des Kasseler HR-Studios produziert Dokumentationen und Beitr\u00e4ge mit Themen, die den Nerv auch der bundesdeutschen Zuschauer treffen. F\u00fcr die ARD werden wissenschaftliche Beitr\u00e4ge und Filme aus der Sowjetunion, Pakistan, Malaysia, S\u00fcdafrika produziert, die gro\u00dfe Anerkennung genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Karl Friedrich Waldmann bleibt auch Fotograf. Mit einer gro\u00dfen Genauigkeit, Detailtiefe und mit einem sehr guten Gesp\u00fcr f\u00fcr &#8222;das Foto&#8220; gelingen ihm viele besondere Fotos und Fotoserien.<\/p>\n\n\n\n<p>Er ist Mitglied im Club Daguerre und in der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Photografie (DGPh).<\/p>\n\n\n\n<p>Seit den siebziger Jahren ist das Sammeln von Kameras und alten historischen Fotografien seine Leidenschaft. Ein kleines H\u00e4uschen auf dem Grundst\u00fcck seines Wohnhauses wird zum Archiv f\u00fcr \u00fcber 30.000 Sammlerst\u00fccke. Karl Friedrich verbringt viel Zeit mit der Archivierung und Reproduktion von alten Fotografien. In 1985 organisiert er mit Dittersh\u00e4user B\u00fcrgern eine Fotoausstellung \u00fcber seine Heimat und das Leben dort seit der Jahrhundertwende. Aus diesen Aktivit\u00e4ten entsteht der Heimat- und Geschichtsverein Fuldabr\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1987, mit 66 Jahren stirbt Karl Friedrich Waldmann  viel zu fr\u00fch. Ein Fotomuseum, das er mit Floris Neus\u00fcss und anderen K\u00fcnstlern an der neuen Kasseler Universit\u00e4t (damals GHK) plant, wird nicht realisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen aus der Ausstellung im Regionalmuseum Kaufungen: <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/wc-test.waldmann.solutions\/?page_id=608\" data-type=\"page\" data-id=\"608\">Fotograf und Kameramann<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karl Friedrich Waldmann Fotograf und Kameramann 18. Dezember 1920 &#8211; 18. 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